Das heilige Schauspiel von Passion und Auferstehung

Hauptdarsteller, Nebenrollen, Requisiten und Kulissen
Die Passionserzählungen und die Berichte von den Erscheinungen des Auferstandenen in den Evangelien regten schon früh zu szenischen Darstellungen an. Das Lesen der Leidensgeschichte in verteilten Rollen ist noch heute geübte Praxis in den Kirchen. Gerade die Liturgie der Karwoche weist zahlreiche performative Elemente auf, die das bedeuten, was sie tun. Die bildende Kunst, die sich mit diesen Ereignissen beschäftigt, hat nicht selten theatraliche Charakterzüge. So wurden bestimmte Personen und Charaktere in besonderer Weise in den Mittelpunkt gerückt, die für die Frömmigkeit von Bedeutung waren und mit denen sich die Gläubigen identifizieren konnten. Das führte zur künstlerischen Ausgestaltung und zum szenischen Schauspiel in seinen unterschiedlichen Ausformungen. Diese szenische Dimension wird exemplarisch erkundet, indem einzelne Figuren und Requisiten ins Scheinwerferlicht gerückt werden. Zu einer Beschäftigung mit diesem Thema und dem Besuch der Markus-Passion von Johann Sebastian Bach in der Kölner Philharmonie laden wir Sie herzlich ein.
Geleitet und gestaltet wird diese Akademietagung in den Kar- und Ostertagen von der Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Peters.
Wir freuen uns auf Ihr Interesse!
Text: TMA