Vom Ende her denken

Die Offenbarung des Johannes - Ein Buch von Trost, Hoffnung, Widerstand und Erlösung
Mit dem Begriff „Apokalypse“ verbinden viele zuerst Katastrophe, Untergang und das ganz große Inferno. Die Johannesoffenbarung vermittelt auf den ersten Blick diesen Eindruck. Doch nicht zu Unrecht gilt sie als ein „Buch mit sieben Siegeln“, das von wachen und schriftkundigen Augen entschlüsselt werden will. Dieser Entschlüsselung wollen wir uns widmen: Neben erschreckenden Szenen ist die Offenbarung des Johannes voll von „Lichtblicken“. Die Zerstörung der alten Welt wird nicht das letzte Wort behalten. Das eigentliche Ende ist ein einziger Lichtblick. So gesehen kann das letzte Buch der Bibel Orientierung geben für kritische Zeiten, Trost spenden in äußerer und innerer Bedrängnis und zu einer prophetischen Kirche führen, die sich nicht an den Augenblick verliert, sondern im weiten Horizont ihrer Hoffnung lebt. Dabei wird sich zeigen: Der Seher Johannes bewegt sich auf einem schmalen Grat: Indem er seine Visionen gegen ein angepasstes, „bürgerliches“ Christentum setzt, steht er mit einem Bein auf dem Weg zur Weltflucht in eine verschworene Endzeit-Sekte. Das andere Bein hat sich bereits ausgestreckt nach der großen göttlichen Alternative. Das Seminar möchte in die ebenso fremde wie faszinierende Welt des Buches einführen und dabei auch auf seine Auswirkungen in Kirche, Kunst und Musik eingehen.
Wir laden Sie herzlich nach Bensberg ein, um über das letzte Buch der Bibel zu sprechen und die Offenbarung des Johannes mit anderen Augen zu sehen!
Text: TMA, Bild: © Dnalor-01-CC-BY-SA-3.0-AT-via-Wikimedia-Commons