Gefährliche Liebschaften
24 Mai 00:00
Bis 25 Mai, 23:59 1d 23h 59m

Gefährliche Liebschaften

Thomas-Morus-Akademie Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach

Die Liebe in der europäischen Literatur

Es sind Romane, die den Leserinnen und Lesern erklären, was Liebe ist. Ob die Liebe als Passion, als Krankheit, als Religion präsentiert wird: In der Literatur der bürgerlichen Moderne seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist die Liebe das wichtigste Sujet.

Die großen Romantexte der europäischen Literatur – von Samuel Richardsons „Clarissa“ (1748) über Goethes „Leiden des jungen Werthers“ (1774/1787) bis zu Pierre-Ambroise-François Choderlos de Laclos‘ „Gefährlichen Liebschaften“ („Les liaisons dangereuses“, 1782) –  erfinden Liebeskonfigurationen (und spielen sie durch), die sich wirkmächtig in die Herzen und Seelen vor allem der Rezipientinnen einprägen.

Geht es in Samuel Richardsons „Clarissa“ um die Qualen der Protagonistin, die einen Wüstling liebt, entwirft Goethe in seinem „Werther“ eine Konstellation, in der die Unmöglichkeit von Liebe zu ihrer Voraussetzung wird. In der „Theatralischen Sendung“ (1777-1785) und in den „Wahlverwandtschaften“ (1809) spielt er verwirrende Liebessozialisationen durch. Und Laclos zeigt uns eine Liebende, die zur Marionette eines zynischen Intrigenspiels wird.

Verhandelt wird die Gattung Liebesroman auch von anderen Genres. John Clelands pornographischer Roman „Memoirs of Woman of Pleasure“ (1782; ins Deutsche übersetzt als „Fanny Hill“) verkleidet sich als Liebesroman.

Text: TMA; Bild: © Antiope_Durfo-CC-BY-SA-4.0-via-Wikimedia-Commons

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